Berlin, Sachsen, Brandenburg

Hui ui ui ui!!!

Einige Tage sind bereits vergangen und ich habe nichts gebloggt. Schande über mein Haupt!

Wo war ich zuletzt stehen geblieben?? *nachlese* Ah ja, ich war auf dem Weg nach Sprotta zum Reit- und Klettercamp. Sprotta liegt ca. 35km östlich von Leipzig. Also im völligen Niemandsland. Was ich dort gemacht habe? Nun, weder geritten noch geklettert. Dafür Menschen besucht. Das Camp wird nämlich von Conny veranstaltet – Leser meines POA-Blogs werden sie bereits kennen. Und neben Conny waren auch Nick (ihr Mann und beim POA mein Chef), die andere Conny, Felix (letzter Praktikant von Nick) und andere dort. Sozusagen war es eine kleine POA-Bürocrew-Zusammenkunft. Das war natürlich ein toller Abend und dafür nimmt man auch mal eine Nacht ohne Strom und fließend Wasser in Kauf. Die anderen halten es ja länger als ich aus und zelten ist eh immer cool.

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Tags darauf ging es dann aber bereits weiter – und zwar tief ins Erzgebirge nach Rehefeld. Ein kleines Dörfchen nahe der tschechischen Grenze. Dort erwartete mich das traditionelle Wildschweingrillen. Ein dreitägiges Dorffest für jung und alt. Es muss wohl 2007 gewesen sein, als ich mit der Schlettweiner Hausband zum ersten Mal dort war. Die Hausband wiederum gab dieses Jahr ihr letztes Konzert in Rehefeld – nach 18 Jahren, wenn ich mich recht entsinne. Und heute Abend ist in Schlettwein (Ortsteil von Pößneck) das allerletzte Konzert der Band – und ich bin gerade auf dem Weg dahin. Mal sehen, ob ich genügend Taschentücher dabei habe, das dürfte nicht ohne Tränen vergießen über die Bühne gehen…

Nach einem herrlich entspannten WSG ging es dann zu einem kleinen Abstecher auf die Dresdner Frauenkirche – sehr zu empfehlen! Toller Ausblick über Dresden und noch weiter – man sieht bis zur Festung Königstein – aber auch von oben in das wunderschöne Kircheninnere. Jeder wer da vorbei kommt, sollte wirklich mal in und auf die Frauenkirche gehen!

Nach dem kleinen Ausflug ging es dann weiter nach Berlin, wo ich die Tage bis gestern verbrachte. Darüber gibt es eigtl. nicht so viel zu berichten, es ging mir ja mehr um das Wiedersehen von Freunden. Einziges touristisches Highlight: ich war endlich mal auf dem Fernsehturm! Erste Feststellung: erheblich teurer als die Dresdner Frauenkirche oder der Hamburger Michel. Zweite Feststellung: ewiges Warten bis man Aufsteigen darf. An einem Donnerstag Nachmittag mussten wir 2 Stunden warten… Und selbst oben war eine Schlange am Lift von Menschen, die wieder nach unten wollten. Echt verrückt.
Der Ausblick jedoch ist echt Bombe! Trotz der ungeputzten Fenster 😉

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Vogtland und Hamburg

Es hat mal wieder länger gedauert… Aber Leute, ihr glaubt ja nicht, wie unglaublich mies das mobile Internet entlang ICE-Strecken sein kann – vor allem im dünn besiedelten Ostdeutschland. Das bisschen Datenrate ging dann dafür drauf, ein Hostel in Hamburg zu finden und buchen!

Aber immer der Reihe nach.

Wie im letzten Eintrag geschrieben, war ich auf dem Weg ins Vogtland, um dort den Jakob zu besuchen, der mich für zwei Tage beherbergte und verpflegte – ich half ihm dafür beim Pflanzen gießen, Karnickel füttern, Bier trinken und Kirschen pflücken, die er dann auch gleich zu einem leckeren Abendessen verkochte.

Jakob, Cous Cous mit Kirschen und Bier im Sonnenuntergang

Am nächsten Tag fuhren wir dann in Richtung Klingenthal – ihr wisst schon, weltbekannter Skisprungort! Wetterbedingt haben wir uns dann aber doch lieber für den Badesee entschieden. Braun geworden bin ich logischerweise immernoch nicht.
Anschließend fuhren wir noch kurz in die Tschechische Republik. Natürlich zum Essen – böhmische Knödel sind einfach der Hammer! – aber zum einkaufen. Die kleinen, meist von Vietnamesen betriebenen, Märkte sind immer eine Attraktion. Deutsche Gartenzwerge scheinen dort sehr beliebt zu sein.

Autofahrt, Gartenzwergarmee, Bier im Gras

Und wer neben Tabak und Alkohol härtere Drogen benötigt, Crystal Meth gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt 😉

Krystal

Nach der zweiten Nacht im schönen Vogtland ging es dann früh weiter in den hohen Norden Deutschlands – ich wollte einfach mal wieder Hamburg zu Gesicht bekommen. Leider erwischte ich genau den bisher einzigen Regentag im Urlaub und blieb daher Abends im Hostel bzw. in der Bar direkt nebenan. Dort spielte eine tolle Jazz-Band, die ich zusammen mit Rita (wir haben uns im Hostel kennen gelernt) bewunderte und beklatschte. Ich hatte es zwar anders geplant, trotzdem war es ein wundervoller Abend!

Und heute war dann eine kleine Sightseeing-Tour angesagt. Hafenrundfahrt, St. Michaelis Kirche, Landungsbrücken, … das Übliche eben.

'Michel' und Norwegische Seemannskirche

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Elbphilharmonie und Dock

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Leider war ein Tag in Hamburg mal wieder viel zu wenig. Ich sitze bereits wieder im ICE, bin schon kurz vor Leipzig und auf dem Weg ins sächsische Niemandsland. Was und wo genau, werdet ihr noch erfahren!

Ich wünsche euch allen einen schönen Abend.

Heiß und nass

Zwei Tage war ich nun in Leipzig und muss sagen, es ist immer wieder schön, dort zu sein! Einfach eine tolle Stadt mit wunderbaren Menschen. Ob alte Freunde oder neue Bekanntschaften – es ist immer wieder ein Erlebnis!

Nach einem gemütlichen Abend im Kö – Könnteman mit meiner Tante sowie der Conny vom Pfingst Open Air und anderen, war gestern ein wenig Sightseeing angesagt. Auch wenn ich selbst schon ein halbes Jahr in LE gelebt habe, so kenne ich ja doch noch längst nicht alles.
Als erstes ging es hoch hinaus auf die 120m hoch gelegene Aussichtsplattform des City Hochhaus Leipzig. Bereits 1968 gebaut, zählt es noch immer zu den 25 höchsten Gebäuden Deutschlands und ist – wie ich finde – auch vom äußeren Anblick her sehr ansprechend. Und der Blick von oben ist eh umwerfend!

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Weiter ging es dann unter anderem mit einem Eis in der Pinguin Milchbar – absoluter Tipp meinerseits: dunkle Schokolade und Heidelbeere. Ich dachte, mir explodieren die Geschmacksknospen =O

Auch der nächste – also heutige – Tag begann mit einem Geschmackserlebnis der besonderen Art. In dem süßen kleinen Laden amélie – „süß“ im wahrsten Sinne des Wortes – begann ich diesen Tag mit einem Espresso und einer Lavendel-Waldfrucht-Praline. Der Wahnsinn! Lecker!!

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Wenn es nicht so unsagbar warm wäre, hätte ich wohl den halben Laden gekauft und mitgenommen! Aber im Moment sitze ich in so einem roten Brutkasten aus Blech, auch „Regionalbahn“ genannt. Warum tu ich mir sowas eigtl. freiwillig an?! ^^

Zur Abkühlung ging es dann aber heute Mittag noch an den Cosputhener See zum Baden und sonnen.

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Braun bin ich trotzdem nicht geworden, selbst die Natur wird von meiner blassen Haut geblendet =D

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In wenigen Minuten erreiche ich dann Zwickau, wo ich in die Vogtlandbahn umsteigen muss. Mal schauen, wie warm es in dieser wird ^^

Also dann, bis die Tage. Wohin es morgen geht, weiß ich noch gar nicht.

Gartenparty

Hallo ihr Masochist*innen, die ihr mein Blog lest!

Gestern, wie zuvor erwähnt, war Gartenparty im beschaulichen Schwebheim (liegt bei Schweinfurt) angesagt bei einem Studienfreund und seiner Familie. Es immer wieder schön dort zu sein, denn es leben ganz tolle Menschen dort! Ich nenne jetzt aber keine Namen, sonst nehmt ihr mir diese vielleicht noch weg 😛
Nach einer entspannten Nacht mit Musik, Bier, Schischa und Lagerfeuer, die andauerte, bis der Hahn vom Nachbarn krähte, gab es ein wenig Schlaf und – ganz was seltenes für mich – mal eine Portion Sonne im Liegestuhl.

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Meine gute Kellerbräune ist sodenn auch von mir gewichen und hat Platz gemacht für ein gesundes Krebsrot im Gesicht. Passt doch gut, zu meiner grünen Hose 😉

Aber natürlich verblieb ich nicht in Schwebheim – mein Bahnticket soll ja voll und ganz ausgenutzt werden – und so ging es in einer zweistündigen Fahrt in der Regionalbahn von Schweinfurt nach Erfurt. Mitten quer durch grüne Landschaften und Wälder. Mal was anderes als die immergleichen ICE-Strecken. Ein kurzer Aufenthalt auf dem Erfurter Bahnhofsvorplatz brauchte dann such ein paar alter Erinnerungen hoch, die ich mit dieser schönen Stadt verbinde. Freunde, Konzerte, Wettkämpfe, … Hallo vergangenes Ich, schön, dass es dich gibt!

Hauptbahnhof Erfurt

Aber Erfurt sollte nicht mein endgültiges Ziel sein und so sitze ich gerade im IC nach Leipzig, wo ich dann auch bleiben werde, um wundervolle Menschen wie meine Tante oder Leute vom Pfingst Open Air zu treffen.
Vorteil an diesem alten IC: die Klimaanlage kann nicht ausfallen. Es gibt nämlich keine. Nur Fenster zum Öffnen. Wo es dann lautstark flattert. Aber man eben auch mal seinen Kopf rausstrecken und die Haare im Wind flattern lassen kann <3 20130720-180041.jpg

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So, bald erreiche ich Leipzig. Die letzten Minuten im Zug werde ich dann mal nich mit Ausdemfensterstarren und Überdaslebennachdenken verbringen.

Bis die Tage!

SKUNK ANANSIE!!!!

Liebe Liebenden,

ein neuer Sonnen-Tag ist angebrochen und ich sitze wieder im ICE. Es geht zurück nach Franken, wo ich gestern ja erst hergekommen bin. War dort vorgestern noch Sommerkino, so ist heute an selbiger Stelle Gartenparty angesagt – ich freu mich schon, einige tolle Menschen wieder anzutreffen.

Aber das Highlight des heutigen Eintrages soll natürlich das Konzert von gestern Abend sein: „Stimmen Festival“ in Lörrach.
Ich habe zuvor noch nie etwas davon gehört. Und dann auch noch auf dem Marktplatz und im Burghof – klingt ja sehr nach ödem Stadtfest. Mal ins LineUp schauen: Elton John. Mark Knopfler. Patricia Kaas. Maximo Park. Und noch einige mehr. Respekt für diese Größen der Musikgeschichte in dieser kleinen Stadt. Aber vor allem sprang mir ein Name ins Auge: Skunk Anansie!! Seit ich sie vor einigen Jahren als Vorband von Rammstein in der Wuhlheide sah, war ich echt begeistert von ihnen und es gibt Tage, an denen ich ihre Diskografie lautstark rauf und runter höre und mich einfach meines Lebens freue. Ist ja klar, dass ich da mal wieder zu einem Konzert gehen muss – vor allem wenn sie in meiner neuen Heimat spielen und auch noch so ein kleines intimes Konzert. Also druckte ich mir gestern das Ticket aus und fuhr nach Lörrach.

By the way: wer an dieser Stelle noch nichts mit dem Bandnamen anfangen kann, es gibt zwei recht bekannte Songs: Hedonism (Just Because You Feel Good) und Secretly hat wohl fast jeder schon einmal gehört. Letzterer war auch im Film Cruel Intentions zu hören. Bezeichnender für ihren Stil sind aber wohl Songs wie Sad Sad Sad, Milk Is My Sugar und I Will Break You. Einfach mal beim Streamingdienst eurer Wahl reinhören 😉

Back to topic: in Lörrach angekommen musste ich erst einmal feststellen, der Marktplatz ist echt klein. Die Bühne dafür mit geschätzten 12x8m plus Wings standesgemäß. Tontechnisch gut bestückt mit d&b und lichttechnisch mit JB LED Washern, ein paar Macs, einige 6er-Bars PAR64 sowie Atomics. Dazu noch das Tourbesteck von Skunk Anansie – ein Rudel Sharpys, 6 SkyBeamer (mir unbekanntes Produkt), LED Geraffel und Jarags. Die verwendeten Pulte konnte ich leider nicht erkennen.
Los ging es dann erstmal mit der Band Birth Of Joy, die guten alten klassischen Rock mit leicht psychedelischen Einflüssen spielten. Das war echt ein klasse Vorprogramm und hat einen in gute Stimmung versetzt. Lediglich eine Bassgitarre hat manchmal gefehlt, wie auch ein Gast neben mir bemerkte. Aber trotzdem ein super Auftritt!

Birth Of Joy

Nach dieser herrlichen Einstimmung und einer kurzen Umbaupause kamen dann endlich Skunk Anansie auf die Bühne, auf die ich mich schon seit Tagen und Wochen so sehr freute!! Und diese Vorfreude war nicht unberechtigt, es wurde einfach nur großartig und famos – ich weiß auch gar nicht, wie ich den Druck der Band, den Charme der Sängerin Skin, ihre wundervolle Stimme, ihre Power in ihrer Perfomance, den Humor den sie versprüht, diese Leichtigkeit und Leidenschaft der Sängerin in Verbindung mit der kraftvollen Band, … wie ich all das in Worte fassen soll. Unglaublich!

Skunk Anansie at Stimmen Festival Lörrach
Einfach alle Songs gingen gut vorwärts, man spürte ein sanftes Flattern der Hosenbeine, hier und da auch den Punch der Basedrum in der Magengrube und vor allem spürte ich an vielen Stellen, wie meine Mundwinkel nach oben gingen und ich einfach grinsen musste. Eine wahre Dusche der Begeisterung.

Skunk Anansie at Stimmen Festival Lörrach

Und wie für einen echten Rockstar obligatorisch, durfte natürlich der Kontakt zum Publikum nicht fehlen. Mittlerweile bekannt ist die Sache, das Publikum hinsetzen zu lassen und dann, wenn der Song richtig vorwärts geht, springt das Publikum wieder auf und feiert ab. Skin hat sich bei dieser Aktion aber selbst mitten ins Publikum gestellt und alle waren einfach nur hin und weg und begeistert! (ok, außer der Security, die werden gut geschwitzt haben) Abgeschlossen wurde dieser „Spaziergang“ von ihr dann mit Crowdsurfing vom FoH aus vor zur Bühne.

Skunk Anansie at Stimmen Festival Lörrach

Danach war das gesamte Publikum vollständig begeistert und lies die Band nicht ohne zweite Zugabe von der Bühne. Einfach nur der Wahnsinn!!

Sommer in der Bahn

Hallo liebe Lesenden,
viele Grüße aus dem ICE 279 nach Basel SBB.

Wer es bisher nicht geglaubt hat, nun kann ich euch versichern, der Sommer ist wirklich da! Was mich da so sicher macht? Ganz einfach: ausfallende Klimaanlagen in ICs und ICEs der deutschen Bahn. Auf der Fahrt Würzburg – Frankfurt/Main hatte ich sogleich einen ganzen Waggon für mich allein.

IC Waggon neu.
Die Ruhe, die man dort hatte, war echt wundervoll. Einmal im Zug sitzen ohne störende Geräusche. Sich wohl fühlen, auch ohne die geschlossenen und gut dämmenden Studio-Kopfhörer aufsetzen zu müssen. Beine ausstrecken, aus dem Fenster schauen, genießen.
Geschwitzt habe ich trotzdem nicht, denn bei den Temperaturen ist die Klimaanlage in einem (vollen) Zug eh überlastet und es ist deutlich wärmer als normal. Kennt ihr dieses Gefühl im ICE, wenn es einen leicht fröstelt und man ernsthaft darüber nachdenkt, ob es wohl peinlich aussieht, trotz warmer Außentemperaturen in eine dünne Decke gehüllt im Zug zu sitzen?!

Übrigens war der IC zwar ein „alter“, aber bereits renoviert. Die DB macht nämlich zur Zeit ihre alte IC-Flotte wieder fit, um die Zeit zu überbrücken, bis die neue Serie (ICx?!) in Produktion geht. Auffällig sind dabei vor allem die neuen Sitze, die jetzt ähnlich denen im ICE sind. Nettes Detail hierbei: Sitzplatznummern direkt am Sitz – sogar in Blindenschrift. Und endlich auch Haltegriffe, damit man nicht immer freihändig durch den Zug schweben muss. Oder besser gesagt, auf manchen Teilstrecken einfach auf die Schnauze fällt.

Sitzplatznummern mit Braille

Nun jedoch sitze ich im ICE, mir fröstelt es mal nicht, aber die Klimaanlage funktioniert. Bald bin ich also wieder in Basel. Aber nein, mein Urlaub ist noch nicht vorbei. Ich gehe bloß heute Abend nach Lörrach zum Konzert von Skunk Anansie. Das wird ein Fest!

Also dann, euch allen einen schönen Donnerstag Abend und voraussichtlich bis morgen dann wieder. Ich verabschiede mich mit einer kleinen Impression aus Frankfurt/Main:

Gleise und Bahnsteig Frankfurt/Main

Weiter gehts

Und wieder sitze ich im Zug. Diesmal ziemlich müde und geschafft. Ich war die letzten zwei Tage in meiner Heimatstadt in Thüringen – Familie und Freunde treffen. Und Urlaubsgeld von den Omas bekommen 😉 Gestern Nacht wurde es dann etwas länger und ich fing an, philosophisch zu werden und habe mir sogar mein Abendessen nochmal genau durch den Kopf gehen lassen, ob das überhaupt ethisch vertretbar war. Es ging immerhin um einen Teller Dosensuppe. Ihr wisst schon – mit unglücklichem Fleisch, gespritztem Gemüse, sozial unfair angebautem Reis und auch noch von einem großen Massenproduzenten. Das konnte ich nun doch nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Ich habe mich dann also dazu entschieden, vom Verzehr dieser Suppe abzusehen. Rückwirkend.

Eine sehr schöne Zusammenkunft gab es auch mit Sarah und Lars. Erstere wohnt in Dresden, zweiterer in Buenos Aires. Wir haben zusammen Abitur gemacht (Ma/Phy-LK, was auch sonst) und es war toll, dass wir uns zufällig alle gleichzeitig in unserem kleinen Heimatstädtchen aufgehalten haben.

Auf der Fahrt in meine Heimat hatte ich aber ein verrücktes Erlebnis. Ein alter ICE von München nach Berlin war mein Fortbewegungsmittel der Wahl. Schönes Interieur mit gemusterten Blechhimmel und Holzverkleidung an den Wänden. Aber: weder Müllbehälter noch Steckdose am Platz!! Ich habe dann kurz überlegen müssen, ob ich nicht aus Versehen in der Zeit zurück gereist bin und mich nun im einen Zug der Reichsbahn befinde. Zumal die Zugbegleiterin in ihrer Durchsage auch permanent von „Metropolitan von München nach Berlin“ sprach. Nach einem Personalwechsel wurde dann aber wieder von „ICE“ gesprochen und ich war zumindest wieder sicher, im richtigen Zug zu sitzen. Was aber nichts am Steckdosenproblem änderte. Der Akku meines Tablets war dann dementsprechend auch leer und der geplante Blogeintrag musste entfallen.
Seltsam war aber auch noch etwas anderes. Ich warf meinen großen Rucksack nach oben auf die Gepäckablage und setzte mich hin. Dann hörte ich Fragmente von einem Gespräch zweier älterer Damen. „Na vom Gewicht her muss es dafür ja geeignet sein.“ blieb mir besonders in Erinnerung. Es ging augenscheinlich um meinen Rucksack und die Gepäckablage. Und die Angst der beiden Damen, der Rucksack könnte zu Boden stürzen. Das eigentlich Kuriose daran ist – für mich – aber, dass mich tags zuvor im Zug nach München ein Fahrgast – auch eher der Generation meiner Großeltern angehörig – darum bat, aus Sicherheitsgründen meinen Rucksack doch bitte lieber ebenerdig zu verstauen. Was ist da los? Gesundes Mistrauen älterer Mitbürger gegenüber moderner Technik? Schlechte Erfahrungen aus längst vergangenen Tagen? Oder hatte ich bisher einfach nur Glück, das mir noch nie mein Rucksack auf den Kopf gefallen ist und ich selbiges noch bei keinem anderen Fahrgast gesehen habe?! Wie sind da eure Erfahrungen?? Hattet ihr schonmal ein ‚Gepäckgeschoss‘ im Zug?!

So, ich werde jetzt noch etwas schlafen. Heute geht es nach Franken, wieder Freunde besuchen, beim Umzug helfen und abends Gartenparty/Sommerkino. Ich freu mich schon!

Und euch, liebe Mitleser*innen, wünsche ich einen tollen sonnigen Tag! Geht raus, baden, sonnen, wandern, Fahrrad fahren oder was auch immer. Aber genießt das tolle Wetter, welches ich gerade nur aus dem Fenster betrachten kann…

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Nachtrag: Tatsächlich handelte es sich bei dem ICE 1008 von München nach Berlin um einen ‚Metropolitan‘ – ein ehemaliger Luxus-Zug, der (historisch) nichts mit den ICEs zu tun hat, sondern lediglich jetzt in dieser Zugklasse weitergenutzt wird, seit es die Metropolitan Express Train GmbH nicht mehr gibt. Wikipedia ist da wieder sehr ausführlich, äußerst lesenswert.

Männerabend

Hallo Anbeter des Sonnenschein,

der erste Urlaubstag liegt hinter mir und ich sitze schon wieder im Zug. Heute geht es von Stuttgart nach München bzw. Ismaning. In einem recht alten und ziemlich vollen EC. Aber immerhin funktioniert die Klimaanlage und meine Sitznachbarin verhält sich unauffällig.

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Oha, wir schleichen gerade durch „Gingen (Fils)“. … Hm … Nein, wir bleiben sogar hier stehen. Und ihr seid live dabei – aufregend, oder?! Vielleicht sollte ich einfach hier aussteigen und mich mal umsehen – wer weiß, was ich hier entdecke. Gähnende Leere. Oder den heiligen Gral. Ich werde es wohl nie erfahren, wir fahren bereits wieder los und diese einmalige Chance ist vorbei. Schade. Oder auch nicht.

Also, was habe ich in Stuttgart gemacht? Nicht viel, denn ich bin recht schnell wieder rausgefahren – zur Messe. Da hat mich dann @der_bensch abgeholt und wir sind zu ihm nach Kemnat gefahren, liegt direkt neben Heumaden. Ja, klingt so schlimm wie es ist. Vermutlich wie auch Gingen am/in/neben/auf/unter der/die/das Fils. Aber schöne Landschaft dort, immerhin! Und sehr ruhig. Perfekt, um einen entspannten Männerabend mit viel Bier, Nikotin und Opium-Räucherstäbchen zu verbringen. Ihr merkt sicher schon, mein Urlaub wird keine Kulturreise 😉

Nun gut, ich werde jetzt noch ein wenig aus dem Fenster schauen und bewaldete Hügel bestaunen, als hätte ich sowas noch nie gesehen.

Bis morgen!

Was ist los?

„Was ist los mit dir?“ werden sich manche Leser*innen vielleicht gedacht haben. „Wieso schreibt er nicht mehr über das POA?“. Nun, ganz einfach: ab Mittwoch Nachmittag begann es dezent stressig zu werden und ab Donnerstag Morgen – mit der Ankunft unzähliger Gäste – war es nur noch Stress pur für mich. Viel zu tun heißt aber leider auch, die freie Zeit benötigt man einfach zum Abschalten und Entspannen. Und Bloggen gehört bei mir da leider nicht dazu 😉
Trotz allem war das POA 2013 sehr schön und wie ich finde, ein guter Erfolg! Ich freue mich auf nächstes Jahr!

Aber nun noch zu ein paar persönlichen Dingen. Bei mir ist in letzter Zeit viel passiert – ich habe Berlin verlassen und bin nach Basel gezogen. Ich habe eine Festanstellung angenommen im „Gare du Nord – Bahnhof für neue Musik“. Bahnhof, da es sich mitten im Badischen Bahnhof Basel befindet. Neue Musik, weil hier vor allem zeitgenössische Konzerte aufgeführt werden – moderne Klassik, experimenteller Jazz, … Verrücktes Zeug eben.

Nachdem meine ersten sechs Arbeitswochen nun vorbei sind, habe ich nun erstmal vier Wochen Urlaub – habe ich mir ja auch redlich verdient! … Nein, das geht natürlich nicht so weiter, aber wir haben gerade Spielpause, deswegen kann ich so lange weg. Und was mache ich in der Zeit? Nun, ich habe mir einen „Deutschlandpass“ gekauft – sozusagen eine vierwöchige Flatrate für die Deutsche Bahn – und werde quer durch’s Land fahren, Städte erkunden und Freunde besuchen. Ich sitze auch gerade schon im Zug. Erste Station: Stuttgart. Einen Studienfreund besuchen. Schweizer Bier („Quöllfrisch“) habe ich dabei, kann also nur gut werden. Ich freu mich schon!

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Also dann ihr Lieben, bis morgen!

PS: ein paar Termine habe ich noch frei. Also wer der Meinung ist, Besuch von mir bekommen zu wollen, soll sich einfach melden.